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Wir stellen in unserer privaten Initiative ca. 4000 m² für ein natürliches Biotop zur Verfügung. Mit erheblichen finanziellen Aufwand und viel Arbeit schaffen wir einen natürlichen Lebensraum für viele Insekten, Vögel, Kleinsäugetiere u.v.m. 

Natur Biotop am Hirschberg

360° Rundumblick vom Natur Biotop

Hier können Sie sich einen Überblick von der Lage unseres Natur Biotops machen. Der Aussichtspunkt befindet sich genau über dem Natur Biotops zum Zeitpunkt der Anlage nach Aussaat der Magerwiese.

Am besten ist es, wenn die auf die Schaltfläche zur Vollbildansicht klicken und dann mit den Steuerungstasten oder per Mausklick die Landschaft erkunden.

Wir wünschen Ihnen Spaß

Ihr Natur Biotop Team

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Blick von oben

Was ist bisher geschehen

  • Hügelbeet für Gemüse
  • Humusabtrag für Magerwiese
  • Magerwiese gesät

Hügelbeet

Mit dem Hügelbeet begann alles. Wir liessen uns vom Buch „Sepp Holzer´s Permakultur“ (ISBN 3-7020-1037-8) inspiriere und bauten nach seinen Vorgaben ein Hügelbeet von 15m Länge. Nach den sehr guten Erfahrungen verlängerten wir das Hügelbeet im Folgejahr auf die heutigen 30m.

Das Hügelbeet bepflanzen wir mit einjährigen Nutzpflanzen z.B. Salat, Gemüse, Kartoffeln, Mais usw.

Zusätzlich zu den großartigen Erträgen können wir auch vielen verschiedenen Bodenlebewesen, Insekten und anderen Tieren einen attraktiven Lebensraum bieten.

  • Für das Gärtnern auf über 1000 m ü. M. bietet das Hügelbeet mehrere Vorteile.
  • Die Sonneneinstrahlung wird erhöht.
  • Gartenabfälle können sofort recycelt werden und auf diese Weise können die Pflanzen mit natürlichen Nährstoffen eingedeckt werden.
  • Die Anbaufläche wird erhöht.
  • Zuerst wird ein Graben von 40 cm Tiefe und 50 cm Breite ausgehoben. Die Länge ist variabel.
  • Der Graben wird mit Rundhölzern und Ästen in verschiedenen Dicken und von verschiedenen Gehölzen gefüllt. Bis eine Wölbung über dem Boden entsteht.
  • Über diese Wölbung schichtet man den Aushub aus dem Graben. Rasenziegel werden umgekehrt mit Gras nach unten aufgeschichtet.
  • Darüber wird Hummus aufgetragen bis auf ein Meter Beet Höhe.
  • Jetzt kann das Beet bepflanzt werden.

  • Bei der Bepflanzung achten wir auf gutes Saatgut (ProSpecieRara, Demeter, keine Hybrieden).
  • Gerne probieren wir immer wieder neue Sorten und Arten aus.
  • Die meisten Pflanzen ziehen wir selber.
  • Rund um das Hügelbeet montierten wir Schneckenbleche und legten einen Fussweg aus Holzschnitzel an. Zur Abgrenzung des Schnitzelweges verlegten wir Baumstämme.
  • Gejätet werden nur invasive Pflanzen, welche Überhand nehmen. Eine Bedeckung des Bodens ist erwünscht.
  • Setzlinge werden zu Beginn regelmässig bewässert und später sich selbst überlassen. Nur bei langer Trockenheit muss vereinzelt gewässert werden, da das Hügelbeet ein hervorragender Feuchtigkeitsspeicher ist.
  • Selbstverständlich arbeiten wir ohne Einsatz von Chemie.
  • Die Ernte ist wie Ostern, wer sucht der findet.
  • Bei der Ernte achten wir darauf, dass nicht alles gleichzeitig abgeerntet wird, sondern bei Bedarf oder bei der Vollreife.
  • Erst im Frühjahr wird das Beet für die Neubepflanzung hergerichtet.
  • Wir lassen gerne auch mal was stehen und staunen über die Weiterentwicklung der Pflanze. Die Blüten, welche sich nur selten in einem Hausgarten ausbilden können, ziehen viele verschiedene Insekten an. Diese Pflanzen dienen auch als Futterpflanzen für verschiedene Schmetterlingsarten.

Der Trockenstandort

Für die auf dem Grundstück lebenden Eidechsen haben wir einen Trockenstandort mit zwei Eidechsenburgen errichtet. Verschiedene Materialien wie Steine, Geröll, Kies, Sand und Schwemmholz bilden die Grundlage für eine vielfältige Struktur des Geländes. 

Wir pflanzten verschiedene Ruderalpflanzen und streuten zusätzlich Ruderalpflanzen Samen. Mit einem gelochten Eichenbalken ergänzten wir den Lebensraum für Wildbienen.

  • Einen sonnigen Standort wählen.
  • Zuerst ein Loch in der Grösse von 1m² und einer Tiefe von 80cm graben.
  • Entwässerung mit einer Sickerleitung sicherstellen.
  • Kies so hoch wie die Sickerleitung auffüllen.
  • Ein Vlies darauflegen.
  • Mit Sand bedecken ca. 5-10 cm.
  • Das Loch mit grossen Steinen und vereinzelt Ästen auffüllen, auf grosse Freiräume achten.
  • Aufhäufen bis der Hügel 1m hoch ist.
  • Die Wetterseite mit einem Vlies bedecken und bepflanzen. Dies dient als Wind- und Wasserschutz.

Als Ruderalpflanzen bezeichnet man Pflanzen, welche auf Schutt und steinigen Böden sowie an Wegrändern wachsen.

Mit dem Pflanzen von möglichst vielen verschiedenen, einheimischen Blütenpflanzen und dem Angebot von Nisthilfen kann man den Wildbienen helfen. Wir stellen den Wildbienen einen gelochten Eichenbalken (Löcher 6, 8 und 10mm Ø, Tiefe 10-12cm) in der Natursteinmauer, offene Sand- und Wasserstellen, lehmplätze sowie leere Schneckenhäuser zur Verfügung.

Die Magerwiese

Da wir einer möglichst artenreichen Insektenvielfalt einen Lebensraum bieten möchten war für uns klar, eine Magerwiese anzulegen. Aus diesem Grund liessen wir im Herbst 2019 die oberste Schicht Hummus auf der Hälfte des Grundstückes abtragen. 

Im Juni 2020 säten wir die Magerwiese ein. Nun ist Warten angesagt. Es dauert etwa 2 bis 3 Jahre bis diese Wiese blüht wie wir es uns wünschen.

  • Die Magerwiese bietet mit ihrer Artenvielfalt vielen verschiedenen Tieren einen Lebensraum.
  • Die Biodiversität auf einer Magerwiese ist sehr vielfältig.

Wiese

Die restliche, bestehende Wiese wird nur noch einmal im Jahr gemäht. Ein Teil ca. 40% dieser Wiese bleibt als Rückzugsfläche stehen und wird nicht gemäht. Die intensive Bewirtschaftung findet seit 6 Jahren nicht mehr statt.

Feuchtgebiet, Wasserstelle und Bachlauf

Wasser ist ein lebensnotwendiges Element in der Natur. Tiere benötigen Wasserplätze als Tränke, als Lebensraum und als Badeplatz. Zudem kann die Biodiversität mit feuchten Standorten erheblich erweitert werden.

Die verschiedenen natürlichen Feuchtgebiete auf dem Grundstück versuchen wir zu erhalten und zu erweitern.
Mit zwei alten Badewannen (Email) und einem Gartenteich entstand eine attraktive Wasserstelle. Ein Steinhaufen mit integriertem Hermelinunterschlupf wurde an die Wasserstelle angegliedert, um Schlupf- und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Bereits jetzt ist es ein Lebensraum für Frösche, Molche, Feuersalamander und viele verschiedene Insekten.
Um den Trockenstandort und die Magerwiese abzutrennen haben wir einen künstlichen Bachlauf angelegt. Einzelne Vertiefungen lassen das Wasser auch bei Trockenheit länger stehen. Für die Gestaltung nutzten wir Steine, Sand, Kies und Holz.
Wir planen zurzeit einen Moorbereich für einheimische Moorpflanzen anzulegen.

Bäume und Hecken

Auf dem Grundstück befinden sich schon seit Jahren zwei grosse Tannen, eine Birke und ein Ahorn. An jedem Baum haben wir ein Vogelhaus montiert, welche regelmässig besetzt sind. Mit dem angebrachten Fledermauskasten erhoffen wir uns Fledermäusen einen Unterschlupf zu bieten.

Mit der Pflanzung von verschiedenen Hecken und Büschen wollen wir die Verbindung von zwei Waldstücken unterstützen.

Mit dem Setzen von Obstbäumen verfolgen wir zwei Ziele. Erstens locken wir Insekten an und bieten verschiedenen Tieren ein Nahrungsangebot und einen Lebensraum. Zweitens sind auch wir froh um eigenes Obst. Unsere Obstbäume sind: Apfel, Quitte, Kirsche, Zwetschge und Baumnuss.
Der Ahorn und die Birke stehen schon seit längerer Zeit auf dem Grundstück. Eine weitere Birke haben wir gepflanzt.
Die bestehenden Rottannen haben wir mit einer Arve ergänzt.
Wichtig für die Tiere ist, dass die Heckenpflanzen einheimisch sind. Die Tiere können die Hecken als Nahrungsangebot, Schutz und Brutplätze nutzen. Wir lassen uns von Dornen nicht abhalten, da diese zusätzlichen Schutz für Vögel bieten. Durch das Pflanzen von vielen verschiedenen Heckenpflanzen möchten wir Lebensräume für möglichst viele verschiedene Tiere schaffen.
In Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle Neuntöter werden im Frühjahr 2021 die Aufwertungsmassnahmen durch Heckenpflanzungen in Angriff genommen.

Asthaufen und Hermelinunter­schlüpfe

Zwischen verschiedenen Heckenpflanzen legten wir Asthaufen als Schlupfmöglichkeit an. Diese lockten Hermeline an und so entschlossen wir uns sechs Hermelinunterschlüpfe auf dem Grundstück zu verteilen. Wir können beobachten, dass diese Asthaufen und Hermelinunterschlüpfe auch von anderen Tieren und Vögel genutzt werden.
  • Auf den gemähten Boden legt man ein Vlies von 2x1m.
  • Vlies mit Kies und Sand ca. 5cm bedecken, damit keine Staunässe entsteht.
  • Rundhölzer in der Länge von 1m schneiden.
  • Zwei dickere Rundhölzer (ca. 20cm Ø) mit einem Abstand auf den Boden legen.
  • Zwei Rundhölzer darauflegen, siehe Bild.
  • Mit dünneren Rundhölzern bedecken.
  • Die ganze Konstruktion mit Ästen dick bedecken.
  • Auf mehrere Fluchtwege achten.
  • Im Abstand von je 30m sollten mehrere Unterschlüpfe errichtet werden, da Hermeline mit ihren Jungtieren ständig umziehen. Sie haben viele Fressfeinde.